Diagnose in Bonn...

Am 11.10.05 hatten wir den nunmehr langersehnten Termin in der Uni-Frauenklinik Bonn Venusberg.

Der "GURU" unter den Pränataldiagnostikern, Herr Prof.Dr.Gembruch untersuchte unseren ungeborenen Sohn. Die Ultraschall-untersuchung dauerte sehr lang und es wurden (da wir ja hier von einer UNIKLINIK reden) mindestens 8 verschiedene Studenten dazu gerufen die scheinbar großes Interesse an der Diagnose hatten. Sehr ermutigend !! sage ich nur. Als Patientin wurde man fast gar nicht für wahr genommen und erst als ich mich wieder anziehen durfte, nahm Prof.Gembruch das aufklärende Gespräch mit uns auf.

Anfangs verstanden wir beide wohl nur Bahnhof, lauter spezifische Fachbegriffe aus der Kardiologie, mit denen wir bisher keinen Vertag hatten.

Dann wurde aus der Uni-Kinderklinik extra für uns der Kinderkardiologe Dr.Johannes Breuer angefunkt und kam dann auch zur weiteren Aufklärung zu uns. Ein sehr einfühlsames Gespräch konnte uns zwar nach und nach ein paar erste Informationen liefern, aber als wir nun hören mussten dass unser Kind mehrfach (vorraussichtlich in 3 Schritten) operiert werden muss, war für mich die Welt halb unter gegangen !!!

Die genaue Diagnose lautete : Trikuspidalatresie Typ 2c mit Transposition der großen Arterien sowie Aortenstenose ,.........

Das ganze bedeutet also im Volksmund, dass unser Sohn nur eine angelegte Herzkammer, und zwar nur die linke hat und die großen Gefäße falsch herum angesetzt sind und eine Verengung der Aorta, also der Hauptschlagader besteht.

Diese Fehlkonstellation, oder sagen wir mal total verwirrte Ansicht des Herzens kann man nach heutigen Erkenntnissen nur in drei großen Schritten operativ behandeln, aber NICHT völlig beheben.

Man kann unserem Kind also ein "normales" Leben bieten, aber dies nur wenn wir es mindestens 3 mal operieren lassen, ansonsten würde er im Kleinkindalter versterben. Nach der engültigen Operation muss er ein streng blutverdünnendes Medikament nehmen damit keine Thromben o.ä. Komplikationen entstehen.

Das ganze, so wissen wir heute, nennt man eine Lebenserhaltene Maßnahme, da es heutzutage keinen anderen Weg gibt. Es gibt nur den einen Weg, den wir auf alle Fälle nehmen, damit wir unserem Kind die Türe zu einem angehend normalem Leben öffnen können.

Also weiter......

Gratis Homepage von Beepworld
 
Verantwortlich für den Inhalt dieser Seite ist ausschließlich der
Autor dieser Homepage, kontaktierbar über dieses Formular!