Nach der ersten, also der Norwood Shunt-OP, wurden wir zwar nach 14 Tagen ERSTMALS entlassen ( Justin war also 4 Wochen alt, als er zum allerersten Mal nach Hause durfte), jedoch war es ein Hin-u.Her zwischen Bonn und unserem Zuhause. Zuerst wollte die OP Narbe nicht heilen, ging immerwieder auf und entzündete sich ganz übel. Von medizinischem Honig aus der USA bis hin zum antibiotischem Silberpuder half alles nichts. Nach weiteren 3 Wochen und 2 Klinikaufenthalten wurde dann endlich klar, das Justin auf die in der 1.OP verwendeten (mit Desinfektionsmittel-)Beschichteten Fäden Allergisch reagierte und der Körper diese eben Abstoßen wollte. Die Fäden waren eine Neuheit in der Herzchirurgie und da die Unikliniken ja immer auprobieren, testen usw...kam niemand vorher darauf.

Bei vollem Bewusstsein hatte man Justin die kleinen blauen Fädchen, die zu einem Viertel aus der völlig entzündeten Narbe schauten, mit einer Pinzette herusgezogen : ((  Das Kind schrie wie am Spieß (verständlicher weise). Normalerweise hätten die Fäden sich längst auflösen müssen. DUMM GELAUFEN !

Diese Problem entwickelten dann später noch andere kleine Patienten auf der Station !!!

Ausserdem gab es nach u.nach Probleme mit der immer tiefer gehenden Sauerstoffsättigung, die im Ruhezustand bei 55 % lag. Auch angelegter Sauerstoff verbesserte den Zustand nicht wirklich; daher entschloss man sich, den nächsten OP Schritt zu wagen. Wenn auch in sehr zartem Alter von 8 Wochen !!!

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