Hier mit Kinderkardiologe PD Dr.Breuer

 

Die erste OP (nach Norwood) erfolgte am 13.02.2006, Justin war noch keine 2 Wochen "alt".

Einen Tag vor der OP gaben die Bonner Ärzte uns die Option, eine sogenannte "NOT-Taufe" bei Justin durch zu führen. Zuerst waren wir darüber sehr erschrocken, es hörte sich immer mehr danach an, als würden sie unserem geliebten Kind nicht grad hohe Chancen zusprechen.

Doch da ich ( Justin´s Papa eher weniger) schon einen recht starken Glauben habe, haben wir uns eben dazu entschieden und (verrückt wie wir nunmal sind) sind in die City gefahren um unserem Jungen einen Taufanzug zu kaufen, denn eine Taufe findet ja schließlich nur einmal im Leben statt und da sollte er chic aussehen. Gesagt, getan...  Hier der Beweis ; )    ...

Zwei Stunden später ( und das fanden wir sehr erschreckend) wurde Justin bereits Intubiert und auf die OP für den nächsten Tag vorbereitet. Er lag schon auf der Intensiv-station und der Anblick war schrecklich; sein Brustkorb ging durch die künstlich Beatmung maschinengesteuert Auf-u.Ab, immer im selben Rhythmus. Wir sind zusammengebrochen und wieder stellte sich die Frage, warum dieses völlig unschuldige Kind so gequält werden muss; warum er nicht einfach Gesund sein kann, wie alle anderen Kinder die man so kannte ? ! Darauf wird es nie eine Antwort geben.

Die Norwood OP dauerte über 5 Stunden; wir sind währenddessen in der Bonner Innenstadt herum geirrt und wollten dem kleinen Kämpfer etwas schönes mitbringen weil er so Tapfer war. Doch die Zeit bis zum erlösenden Anruf war eine furchtbare !!

Gegen Mittag erreichte uns dann der Anruf des herzchirurgen, Dr.Schmitz, dass alles planungsgemäß verlaufen sei und nur noch die Gerinnung wieder hergestellt werden müsse ; dann dürften wir zu ihm.

Tränen vor Glück und Dankbarkeit überfluteten mein Gesicht. Als wir dann zu ihm durften, war der Anblick millardenfach schlimmer als der gestrige : Als wir den Raum betreten haben, sahen wir unser Kind vor lauter Maschinen und Schläuche nicht ! Überall wo man hin blickte, Beatmungs-schläuche, Infusionen am ganzen Körper, Temperaturmesser, Blut-u.Blutplättchen-Transfusionsmaschinen, Medikamente ohne Ende und und und.... und zwischen all dem lag unser kleines, völlig Hilfloses Baby im künstlichen Schlaf und man konnta nichts tun als dort zu stehen und seine leblose Hand zu halten. Immer wieder zog ich ihm seine Teddy Spieluhr auf, die die Melodie vom Zauberer von Oz erklingen lässt ( Over the Rainbow), denn eines hatten wir uns vorab geschworen : Keine Tränen an Justin´s Bettchen, denn schließlich war er stärker als wir !!! Nach 5 Intensivtagen ging es zurück auf Normalstation ! Ein sensationeller Verlauf!!!

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